CUGA

Göteborg – Aug ’10

Shooting in Fiskebäckskil und Skärhamn

Heute beginnt der Tag deutlich freundlicher. Bereits bei unserer Abfahrt zeigen sich erste blaue Stellen am Himmel, während der weiteren gut 100 km langen Fahrt wird es minütlich besser. Unsere erste Location ist ein Resort im beschaulichen Dörfchen Fiskebäckskil – wir haben längst aufgegeben, die Ortsnamen tatsächlich aussprechen zu wollen. Hier finden wir auch endlich einen geeigneten Platz für das Interview, das wir noch drehen müssen. Ein Innenraum mit großem Panoramafenster bietet uns Schutz vor dem heftigen Wind und gleichzeitig einen super Ausblick aufs Meer.

Dann ist auch schon wieder Eile angesagt. Das Fototeam ist bereits zur nächsten Location aufgebrochen, ein Aquarell-Museum in Skärhamn. Das heißt weitere 45 Minuten Autofahrt durchs schwedische Küstenland, immer in der Hoffnung, dass unser Navi auch wirklich weiß, wo wir hin müssen. Mittlerweile ist es bereits früher Nachmittag. Wir drehen unsere letzten Aufnahmen, dann versuche ich mit möglichst viel Selbstachtung auf dem Parkplatz die ganzen Kleinteile unserer Ausrüstung wieder in den Koffer für die Rückreise zu quetschen. Einigen Passanten entlockt das belustigte Kommentare – natürlich auch wieder größtenteils Deutsche. Wo sind nur die ganzen Schweden hin?

Damit ist auch schon das Ende unserer kurzen Reise gekommen. Durch den sonntäglichen Rückreiseverkehr zockeln wir zum Flughafen. Bei der Rückgabe unseres Mietwagens bemerken wir erstaunt, dass wir in den zwei Tagen stolze 500 km zurückgelegt haben. Damit verabschieden wir uns von Göteborg und besteigen den Flieger zurück nach Frankfurt.

Shooting in Tjuvkil

Wir verlassen das Hotel in Richtung der Location um 7.30 Uhr – im Regen… Auf dem Weg halten wir noch kurz in der Stadt, um schon mal eine Alternative mit Dach zu besichtigen, sollte sich das Wetter nicht bessern. Dann lassen wir Göteborg hinter uns und fahren ca. 40 Minuten nach Nordwesten an die Küste.

Unterwegs hört der Regen immerhin auf, aber der Himmel ist nach wie vor mit dichten Wolken bedeckt. Wir fangen dennoch an, in der Hoffnung auf Besserung. Pete, der Fotograf, hat es etwas leichter, mit den Bedingungen zurecht zu kommen, seine Blitzgeräte laufen auch mit Akkus. Wir haben keine Chance, die Stimmung mit künstlichem Licht aufzuhellen, und müssen nehmen was kommt. Aber uns allen gelingen einige schöne Aufnahmen, so dass wir rundherum ganz zufrieden sind – bis gegen Mittag der Regen wieder einsetzt…

Kurzerhand flüchten wir uns in die Mittagspause. In einem nahe gelegenen Golfclub speisen wir am sehr leckeren Mittagsbuffet. Pünktlich zum Nachtisch reißt die Wolkendecke auf, mit neuer Motivation eilen wir zur Location zurück und machen atemberaubende Bilder. Die Sonne ist durch dünne Wolken noch leicht gesoftet und die sanften Wellen werfen glitzernde Reflexionen auf unsere Models.

Gegen 19 Uhr kehren wir zum Hotel zurück, sehr zufrieden mit unserem Tagesergebnis. Am Abend haben wir dann endlich Gelegenheit, die Stadt etwas näher kennenzulernen. Nach einer mittleren Odyssee speisen wir schließlich in einem Kino-Restaurant (also Restaurant im Vorsaal des Kinos!), auch wieder super lecker. Ernähren kann man sich in Schweden wirklich gut.

Morgen drehen wir noch unsere letzten Bilder ab, bevor wir dann am frühen Abend wieder den Flieger zurück nach Frankfurt besteigen.

Ankunft in Göteborg

Nach wohl einem der unterhaltsamsten Flüge der letzten Jahre sind wir heute Abend in Göteborg gelandet. Leider empfing uns Schweden eher regnerisch, hoffentlich klart das Wetter morgen zum Dreh etwas auf. Unsere Stimmung bessert sich allerdings sofort, als unser reservierter Mietwagen spontan von einem VW Polo zu einem ausgewachsenen Volvo V70 aufgebessert wird. Wohin nur mit all dem Platz? Und zu allem Überfluss spricht das Navi-Gerät auch noch Deutsch…

Michael steuert unseren Schweden-Panzer souverän durch die Stadt und lässt sich auch durch die teilweise etwas forsche Frauenstimme aus dem Amaturenbrett nicht aus der Ruhe bringen. Vor dem Hotel treffen wir direkt schon Pete Ruppert, einen der Fotografen und ein alter Bekannter aus Butzbach. Generell scheint Göteborg geradezu von Butzbachern überrannt zu werden, unser Hotel ist jedenfalls fest in Deutscher Hand, waschechte Schweden sehen wir erst beim Abendessen.

Wir klären noch ein paar organisatorische Fragen, und transformieren unser Equipment wieder vom Transport- in den Arbeitsmodus zurück (also die Einzelteile wieder zusammen bauen, da alles nur so in den Koffer passte). Jetzt geht’s auch direkt ins Bett, morgen Frühstück um 7 Uhr und dann hoffentlich ein super Drehtag.