CUGA

2009

Knapp zehn Monate waren seit unserem ersten Besuch bei den Bio-Baumwoll-Produzenten in Burkina Faso vergangen, da begann für Kameramann Hartmut Schotte und Michael Krause, zuständig für die Markenkommunikation bei hessnatur und in Funktion des Redakteurs dabei, das Abenteuer von Neuem.

Wohlige 28 Grad begrüßten uns bei der nächtlichen Ankunft in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso – für uns Europäer, die gerade dem feucht-kühlen Spätherbst oder Frühwinter entflohen waren, eine durchaus angenehme Erfahrung. Auch unser Team vor Ort wartete schon, so dass wir direkt am nächsten Morgen loslegen konnten.

So führte uns die Reise wieder zu den Baumwoll-Bauern der Zone de Fada, speziell in die beiden Dörfer Fuanliedi und Komadougou. Unser Ziel war es, das im Februar gesammelte Material mit den noch fehlenden Aufnahmen der Baumwoll-Ernte zu ergänzen, und so suchten wir ganz bewusst wieder die selben Produzenten auf, die schon bei unserem ersten Dreh im Mittelpunkt gestanden hatten.

Die Wiedersehensfreude war auf allen Seiten groß. Wieder wurden wir sehr herzlich von der ganzen Dorfgemeinschaft empfangen, die uns anschließend stolz ihre Baumwoll-Felder präsentierte. Im großen Verbund wurde geerntet, und das in ausschließlich Handarbeit, was die besonders gute Qualität der Baumwolle aus Burkina Faso zur Folge hat.

Zum Abschluss präsentierte Michael Krause den Produzenten einige Erzeugnisse von hessnatur, die aus der Burkina-Baumwolle hergestellt wurden. Auch unser Film, der nach der ersten Reise entstanden war wurde gezeigt – für uns eine Präsentation der ganz besonderen Art, die sich doch sehr vom Alltag in Europa unterscheidet.

In Komadougou besuchten wir noch ein weiteres Projekt von hessnatur. Mit Hilfe von Kundenspenden wird dort eine Schulkantine unterstützt, um den rund 350 Schülern eine warme Mahlzeit zum Mittag zu servieren. Dies ist gerade in dieser Gegend enorm wichtig, da viele Kinder mehrere Kilometer von der Schule entfernt wohnen und somit sonst keine Möglichkeit hätten, etwas zu essen. Durch die Verpflegung der Schüler wird zudem der Schulbesuch noch attraktiver gemacht, eine Grundvoraussetzung zur nachhaltigen Entwicklung der Region.

Unseren letzten Tag verbrachten wir in Ouagadougou. Diesmal blieb uns etwas Zeit, um auch das Stadtleben etwas näher zu erkunden. So besuchten wir einen Markt, der uns mit vielerlei Eindrücken bestürmte und uns einmal mehr die Gastfreundlichkeit dieses Landes bestätigte. Immer wurden wir herzlich empfangen und viele Menschen gaben uns bereitwillig vor der Kamera Auskunft.

Nun bleiben uns einmal mehr die schönen Erinnerungen und der Ausblick auf den nun anstehenden Schnitt. Kombiniert mit unserem Material von Februar wird nun ein einziger Film entstehen, der das Projekt Bio-Baumwolle in seiner Gesamtheit präsentiert. Und mal sehen, vielleicht kehren wir doch noch einmal zurück, um die weitere Entwicklung des Projekts zu begutachten…

Finale – Aufregung kurz vor Schluss und Zieleinlauf

Es bleibt spannend, immer noch versucht das Auto von HEICO SPORTIV den Rückstand aufzuholen. Wir mobilisieren unsere letzten Reserven, als das Rennen in seine Endphase eintritt. Mittlerweile sind wir sicher, dass wir gutes Material haben, und beschränken uns hauptsächlich darauf, die verbliebenen Lücken der Story aufzufüllen. Patrick Brenndörfer demonstriert die unglaubliche Fähigkeit, auch nach 30 Stunden Nonstop-Action auf Interviewfragen immer noch kohärente Sätze bilden zu können, die gerne in längere Monologe ausarten.

Noch 4 Stunden…

Nach mehr als 22 Stunden im Rennen – und damit knapp 9 Runden vor Schluss – dann der Schock. Das Auto hängt bewegunslos auf der Strecke, Getriebe kaputt! Die Entwicklung ist an Dramatik kaum zu überbieten. Einige Mechaniker wollen das Getriebe auf der Strecke wechseln, aber der Gedanke wird wieder verworfen. Schließlich wird beschlossen, das Auto für die nächsten knapp 90 Minuten stehen zu lassen und zu versuchen, es im zweiten Gang irgendwie noch ins Ziel zu bekommen.

Noch 1 Stunde…

Der Plan gelingt. Gemeinsam mit dem Gesamtsieger fährt der Volvo stolz und mit letzter Kraft über die Ziellinie. Das härteste Langstreckenrennen der Welt ist geschafft – mit dem angepeilten Klassensieg wurde es leider nichts, aber hier in der Eifel überhaupt ins Ziel zu kommen gilt schon als Erfolg. Zum Ende dann doch noch eine kleine Überraschung. Unbemerkt vom Team gab es noch einige Ausfälle im Feld, so dass trotz aller Widrigkeiten ein zweiter Platz in der Klasse verbucht werden kann.
Somit endet das 24-Stunden-Rennen mit einem befriedigenden Ergebnis. HEICO SPORTIV wird im nächsten Jahr erneut versuchen, den ersten Klassensieg eines mit Bio-Ethanol angetriebenen Fahrzeugs einzufahren.

2. Renndrittel – Der Nachtkampf

Die Dunkelheit ist spannend für alle. Einige Unfälle auf der Strecke machen die halsbrecherische Fahrt nicht sicherer, aber unser Volvo kommt heil durch die Nacht. Der Rückstand auf den Führenden in der Klasse ist geschrumpft. Ulli Andree beendet seinen Doppelstint gegen 3 Uhr morgens. Grandiose Aussagen wie “Die Nacht ist dunkel auch am Nürburgring” und “Wir sehen nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Popometer” eröffnen uns ungeahnte Weisheiten. Patrick Brenndörfer ruft kurz vor dem Einsteigen zu seinem Stint noch den “Nachtkampf” aus mit dem Zusatz, die Fahrt in die aufgehende Sonne sei eigentlich immer “ganz cool”.

Noch 13 Stunden…

Der Sonnenaufgang über der Rennstrecke ist atemberaubend. Es ist 6 Uhr morgens – wir sind jetzt seit 22 Stunden auf den Beinen und fühlen uns entsprechend. Aber knapp die Hälfte des Rennens liegt noch vor uns. Die Erschöpfung macht sich auch bei den Fahrern und Mechanikern bemerkbar: Das Auto fährt beim Boxenstop zu früh los und reißt den Tankschlauch samt Benzinpumpe mit sich. Glücklicherweise geht der Zwischenfall glimpflich aus – nur ein Teammitglied trägt eine gebrochene Rippe davon und ist einige Stunden später schon wieder zurück an der Strecke.

Noch 8 Stunden…

1. Renndrittel – Start ins Rennen und Einbruch der Dunkelheit

Die ersten Boxenstopps liegen hinter uns. Alles läuft rund, die ersten O-Töne sind abgedreht, die Bilder sind super und unser Auto liegt in Führung in der Wertungsklasse. Mit Fortschreiten des Rennens wendet sich das Wetter zusehens zum Schlechteren, die Regenwahrscheinlichkeit steigt. HEICO SPORTIV macht das allerdings keine Sorgen. “Wir fahren immer top im Regen,” sagt Patrick Brenndörfer, der den ersten Stint gefahren ist und auf seinen zweiten Einsatz wartet.

Noch 21 Stunden…

Der erste Schreck kommt kurz nach Einsetzen der Dämmerung. Ein geplanter Wechsel der Bremsbelege wächst sich zu einer längeren Reparaturpause aus, als ein Schaden an den vorderen Radträgern festgestellt wird. Die Führung ist erstmal weg, aber nach fast einer Stunde geht das Auto wieder auf die Strecke und startet die Aufholjagd in der Dunkelheit.

Noch 18 Stunden…

Gegen Mitternacht macht sich erste Erschöpfung bei uns bemerkbar. Ein Großteil des Rennteam nutzt jede Gelegenheit zum Schlafen und auch wir treten etwas langsamer, schließlich haben wir keine Backups und müssen bis morgen Nachmittag durchhalten. Wir drehen noch einen Boxenstop bei Dunkelheit und überspielen erst mal unsere vollen Speicherkarten.

Noch 16 Stunden…