
CUGA beteiligt bei großer BMW Filmproduktion
Nach einem Jahr Pause kehrt CUGA zurück in die “Grüne Hölle”. Beim diesjährigen 24 Stunden Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife (23.-26.06.2011) werden wir die Duisburger Filmproduktion Stereoscreen unterstützen.
Kameramann Hartmut Schotte vervollständigt das Team unserer befreundeten Filmproduktion MOTIONCTRL. Als Second Unit zeichnen wir unter anderem für die Streckenaufnahmen während des Rennens verantwortlich. Als Kamera kommt bei uns erstmals die Sony PMW-F3 zum Einsatz, ausgestattet mit Zeiss CP.2 Primes.
Entstehen wird ein emotionaler Langfilm über die Titelverteidigung der BMW Teams beim härtesten Langstreckenrennen der Welt. Weitere Infos zum Film gibt es auf der Facebook Seite. Als kleinen Vorgeschmack hier schon mal das offizielle Filmplakat:


Ein letzter Tag in Lima
Früh am morgen verlassen wir Juliaca, wofür wir allerdings sehr dankbar sind. Die Stadt ist leider ausnehmend unansehnlich, was aber die absolute Ausnahme unserer ansonsten sehr angenehmen Tage in Peru ist.
Wieder in Lima angekommen, kämpfen wir uns durch den morgendlichen Berufsverkehr zu einer weiteren Visite des Konfektionsbetriebs, den wir bereits an unserem ersten Tag besucht hatten. Der Fairness halber versuchen nun auch Michael und ich uns an den Strickmaschinen und bringen immerhin ein paar annehmbare Maschen eines Schals zustande.

Zum Abschluss genießen wir dann ein letztes Mal noch die herausragende peruanische Küche in einem der besten Fisch-Restaurants der Stadt – das gute Essen werden wir sicherlich vermissen.
Dann ist unsere Zeit endgültig abgelaufen und wir fahren wieder zurück zum Flughafen. Gut, dass wir diesmal recht frühzeitig dort ankommen und bereits online eingecheckt haben. Eine gute Stunde verbringen wir in der „Express“-Warteschlange der Gepäckabgabe, bis wir dann endlich als allerletzte unsere Koffer aufgeben dürfen…

Alpakas in allen Farben
Gut erholt starten wir in unseren vorletzten Tag in Peru. Ein reichhaltiges Frühstück versorgt uns mit genug Energie, gefolgt von einem ersten Rundgang auf der Farm. Wir besuchen zuerst den „Kindergarten“ wo die jungen Alpakas gemeinsam auf der Weide stehen – der Kuschelfaktor ist extrem hoch, leider sind die süßen Tierchen noch etwas scheu. Mit ein wenig Geduld allerdings akzeptieren sie unsere Anwesenheit und fressen gemütlich weiter.

Danach besteigen wir wieder die Fahrzeuge für einen kurzen Ausflug zu einer Communidad, wie die kleineren privaten Alpaka-Farmen im Umkreis genannt werden. Wir werden sehr freundlich empfangen, und Katharina und Samira bekommen einen Einblick in den Alltag der Farmer.
Zurück auf der Farm steht gleich der erste Höhepunkt des Tages auf dem Programm – die Schur eines der wolligen Vierbeiner. Nach kurzer Einweisung dürfen sich dann unsere zwei Botschafterinnen versuchen, allerdings unterschätzen sie immer wieder, wie dick das Fell eines Alpakas wirklich ist. Um ganze 3,1 Kilo erleichtern wir das gute Tier, die Wolle füllt schließlich einen ganzen Sack. Damit das Alpaka ohne sein schützendes Fell aber nicht friert, bekommt es noch eine warme Decke umgelegt, bevor es wieder auf die Weide entlassen wird.

Dann wird endlich gekuschelt! Mit einigen ausgewählten Alpakas, die den Kontakt zum Menschen gewohnt sind, treten wir alle an zum Fototermin. Nach kurzer Überlegung hat jeder seinen Favoriten gefunden, ich entscheide mich für ein braunes Suri-Alpaka – eine Rasse, die etwas an einen wandelden Flokati-Teppich erinnert.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Schon ist die Dämmerung angebrochen, und für Michael und mich ist die Zeit des Abschieds gekommen. Während Katharina und Samira nun noch gut eineinhalb Wochen die touristischen Highlights Perus besuchen werden, brechen wir auf nach Juliaca, von wo wir morgen früh nach Lima zurückfliegen werden.

Durch die Hochtäler der Anden
Eine spannende Fahrt durch die Hoch-Anden zur Alpaka-Farm liegt vor uns. Verlassen wir Arequipa für den ersten Abschnitt noch auf der gut ausgebauten Hauptstraße, so führt uns der Weg schnell ins Gelände auf unbefestigte Schotter-Pisten. Wir fahren durch eine Hochebene, aus der sich die Andengipfel majestätisch auf Höhen über 6.000 Meter erheben.

Immer wieder halten wir an, um diese grandiose Landschaft in Bildern festzuhalten und die Eindrücke in uns aufzunehmen. Das karge Grasland in der Höhe bietet nur noch den Alpakas ausreichend Nahrung, die in kleinen und großen Herden das Gelände durchstreifen, begleitet von ihren Besitzern.
Die brennende Höhensonne und die dünne Luft fordern schnell ihren Tribut. Selbst kleinste Anstrengungen werden zu großen Aufgaben – alle paar Schritte müssen wir stehen bleiben und neue Kraft schöpfen. Am frühen Nachmittag erreichen wir dann den höchsten Punkt unserer Fahrt auf 4.700 Metern. Besonders beeindruckt uns die absolute Unberührtheit der Natur. Bis auf die vereinzelten Hütten der Alpaka-Farmer haben wir während der letzten Stunden keinerlei Anzeichen menschlicher Präsenz finden können.

Mit Einbruch der Dunkelheit kommen wir schließlich auf der Farm an. Obwohl wir eigentlich „nur“ im Auto gesessen haben, fühlen wir uns doch alle sehr ausgelaugt. Die leichten Kopfschmerzen aufgrund des wenigen Sauerstoffs sind angesichts dieses unvergesslichen Tages allerdings leicht zu ertragen.