
Anreise nach Ouagadougou via Paris
Eigentlich ein relativ unspektakulärer Tag. Heute morgen um halb neun ging’s los zum Flughafen Frankfurt. Insgesamt sieben Stunden Flug liegen vor uns, dazu noch einmal knapp vier Stunden Aufenthalt in Paris, da wir mit Air France unterwegs sind. Die Zollabfertigung in Frankfurt läuft reibungslos und auch den Sicherheits-Check dürfen wir nach einigen Untersuchungen an unserem Equipment passieren. Kamera-Akkus sehen übrigens ziemlich böse auf den Röntgenbildern aus…
Nach knapp sechzig Minuten sind wir auch schon in Paris Charles de Gaulles. Michael und ich unternehmen erste Versuche, auf Französisch zu kommunizieren, in Vorbereitung auf Frankreichs ehemalige Kolonie Burkina Faso. Zwar noch etwas holprig, aber immerhin gelingt es uns, ein Sandwich samt Getränk zu bestellen. Vier Stunden und einen Bombenalarm im Terminal später besteigen wir schließlich den Flieger nach Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Wir nehmen bescheiden in der Economy Platz, die Kamera genießt allerdings einen First Class Flug, da nirgendwo sonst genug Platz in den Gepäckfächern ist.
In Ouagadougou angekommen begrüßen uns selbst um 22 Uhr Ortszeit noch wohlige 28 Grad. Am Flughafen werden wir von Samba, unserem Fahrer für die nächsten Tage, bereits erwartet und werden direkt zu unserem Hotel gefahren, dass nur wenige Minuten entfernt ist.
Beim Auspacken dann direkt der erste Schreck. Unser Stativ wurde von Air France mit einer identisch aussehenden Tasche vertauscht, und sofort wissen wir, dass Murphy’s Gesetz die Globalisierung längst umgesetzt hat. Also wieder zurück zum Flughafen.
Mit viel Gestikulieren und einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Französisch können wir dem zuständigen Flughafenmitarbeiter unser Problem verständlich machen. Eine Lösung liegt allerdings ein weiter Ferne, die Taschen wurden wohl schon in Paris vertauscht. Wir füllen noch die notwendigen Formulare aus und fahren notgedrungen wieder ins Hotel zurück. Bis unser Stativ wieder auftaucht heißt es improvisieren und von der Schulter drehen. Der nächste Flieger aus Paris kommt morgen abend.
Jetzt suchen wir uns noch einen Happen zu essen und dann geht’s ins Bett. Morgen früh sind wir zu Besuch in einer Ginning-Fabrik, wo die Rohbaumwolle gereinigt und für den Export verpackt wird.